Erfahrungsberichte vom (Über-)Leben mit 10 Kindern, 2 Riesenschnauzern und meinem sehr speziellen Ehemann

Autor: Steffi (Seite 1 von 5)

10fache Mutter, 1977 geboren, mit einem sehr speziellen Ehemann, 2 Riesenschnauzer, eigenes Haus

Ein Tag zum Vergessen, bis, ja bis

Es war Mal wieder einer dieser Tage zum Vergessen vor den ersehnten Sommerferien. Wer kennt diese nicht? Was war passiert? Wie immer kam ich erst spät ins Bett, kurz nach 1 Uhr muss es gewesen sein. Kaum eingeschlafen, kam unsere Achtjährige zu mir. Sie hatte Bauchschmerzen. An Schlaf war somit nicht mehr zu denken. Die kleine Maus war nun munter und erzählte und erzählte und erzählte. Ich verabreichte ihr Symbolmedizin und siehe da, die Bauchschmerzen waren so schnell weg wie sie gekommen waren.

3 Stunden später klingelte der Wecker, die ersten Pubertierenden kamen an und platzierten ihre Frühstückswünsche. Fertig machen, alle Schulsachen richten und ab zum Bus. Nun nahm der Tag so richtig Fahrt auf. Der Älteste war wach und entschied sich dann doch wieder einzuschlafen. Großartig, nachts der Social Media Held und tagsüber geht dann gar nichts mehr. Wie ich so etwas liebe, ich war gleich auf 300 Umdrehungen. Aber der 17 Jährige war ganz entspannt. “Ey, was willst du von mir? Die ersten beiden hab’ ich nur Mathe”. Klar, verständlich, wo es in Mathematik doch auch so gut läuft. Ich hätte platzen können.

Nun waren die Minis dran. Wie so häufig, alle Fünfe lagen rund um Papa in unserem Bett. Jetzt werden sich einige fragen, wieso liegen die da? Eine lange Geschichte. Es hat sich eine verschworen Gemeinschaft gebildet. Ein Sonnensystem mit fünf sehr anhänglichen Planeten. Fast jeden Morgen habe ich das Vergnügen, dieses in sich gefestigte System zu sprengen. Was machen die kleinen Biester? Halten sich an Papa fest und werfen mir alles mögliche an den Kopf. Alleine einen zu wecken ist nahezu unmöglich. Früher konnte ich sie noch mit Gummibärchen nach unten lotsen, heute aussichtslos. Auch daran trägt mein Mann eine ordentliche Mitschuld. Erstens erzählt er ihnen, dass sie weiterschlafen können wenn sie noch müde sind. Zweitens kommt dann “Der Kindergarten hat auch morgen noch auf” und drittens wirft er ihnen Gummibärchen zu, um ihnen den Abschied vom geliebten Papa zu erleichtern (wenn es überhaupt soweit kommt). Er hat dazu eigens ein separates Süßigkeitenarsenal eingerichtet mit allem was man sich nur vorstellen kann. Erstaunlich eigentlich, dass die Kleinen nicht in den Kindergarten wollen. Wenn es dann, wie eben heute, zeitlich sehr pressiert, bringt mich dieses Zeremoniell an den Rande des Wahnsinns. “Ich möchte noch ein rotes Gummibärchen, ich ein grünes”. “Hast du noch Colafläschen?” “Ich will lieber einen Schokokeks”. Beide Parteien, die Zwerge und der Papa, haben ihre Freude daran.Schon lange bevor wir losgehen, wird schon der Papa gerufen. “Papa, wir gehen gleich los”. “Papa, Papa”. Ich habe resigniert, da gibt es kein Zurück mehr. 

Nun hatte ich zumindest schon einmal drei Kleine unten zum Fertigmachen. Die anderen beiden kuschelte noch mit Papa. Ich kann mir die Seele aus dem Hals brüllen, keine Reaktion. Auf den letzten Drücker kommen sie dann runter. Nun wird über den Brotbelag gemault und Sachen gesucht. Vorzugsweise Schuhe, Jacken, Brotdosen, Socken, einfach alles. Dementsprechend dauert es dann auch.Abends richte ich alles für jeden hin und sobald es morgens losgeht, endet es regelmäßig in einem Wäschetornado.

Kaum sind alle im Kindergarten, der Große in der Schule, geht es mit den beiden Riesenschnauzern in den Wald. Doch die vermeintliche Ruhe hält nicht lange. Ein Anruf aus dem Kindergarten: Die Lady braucht neue Windeln und Umziehkleidung. Kaum erledigt, meldet sich die nächste Schule. “Ihrer Tochter ist schlecht, sie möchte abgeholt werden.” Jetzt fehlt die Zeit zum Putzen, Einkaufen und Kochen. Stress kommt auf. Nun muss es schnell gehen, Einkauf und Abholung kombinieren, Grundordnung herstellen und dann schnell in die Küche. Um 12.00 Uhr wollen die ersten wieder essen. Um 13.30 Uhr muss die Kleine zum Bahnhof, zum Judo-Training. “Kein Obst? Kein Dessert? Schmeckt nicht” bekomme ich zu hören. Ich muss los, einen Riesenumweg fahren aufgrund Streckensperrung und auch noch den Zug verpasst. Eine Alternativverbindung muss her. “Immer und überall bist du zu spät, so peinlich mit dir “. Kinder sind im Zug, jetzt schnell wieder nach Hause.

Der tägliche Hausaufgaben-Horror steht an. Nebenbei muss alles erledigt werden, was morgens zu kurz kam. “Wie geht das? Ich kann das nicht. Mein Buch ist weg. Der hat in mein Buch gemalt…”. So geht das nun fortwährend. Die Fünfzehnjährige erklärt mir nebenbei die Welt. Anzupacken und zu helfen, auf die Idee kommt sie natürlich nicht. Jetzt greift mein Mann ein und verteilt Aufgaben. Er meint zu mir: “Toller Tag heute Schatz, wir gehen heute Abend weg, damit du etwas Ruhe bekommst.” Klingt erstmal gut. Gesagt, getan.

Auf nach Koblenz in ein Restaurant dachte ich. In der Tat fuhren wir genau dorthin. Ich ging vor meinem geistigen Auge mögliche Speisekarten durch. Doch wo bringt mein Mann mich hin? Ins Irish Pub. Verdächtig, denn wir sind keine Biertrinker. Er füllt irgendwelche Zettel aus und wirkt ein wenig unruhig und abgelenkt. Ich bekomme mit, es ist ein Karaoke-Abend. Die ersten performant auf der Bühne und es beginnt mir zu gefallen. Bis, ja bis, folgende Ansage zu vernehmen war: “Als nächstes bitten wir Steffi und Torsten nach vorne” “Warum hast du nicht nein gesagt?” von Roland Kaiser. Applaus kommt auf, es gibt keinen Weg zurück. Puls ist bei gefühlten 300. Die Melodie startet und ich brülle meinen Mann an: “Ich bringe dich um”, leider war das Mikro schon an.

Mein Mann kann überhaupt nicht singen, das hält ihn aber nicht davon ab:  „Du solltest nicht allein auf ’ne Party geh’n…“ Ich steige ein: „Du solltest nicht so nah bei mir steh’n…“ Durch die vielen Roland Kaiser Konzerte kannte ich den Text einigermaßen, habe aber vor lauter Aufregnur abgelesen. Das Publikum ist wirklich gnädig mit uns, vielen Dank Koblenz. Das Lied ist zu Ende, ich bin fix und fertig. Jetzt habe ich erstmal meinen Mann “rund gemacht “. Der ist gewohnt unbeeindruckt und meinte allen Ernstes: “Willst du nochmal? Wie wäre es mit Santa Maria”? Ich versuche ruhig zu bleiben.

Mit etwas Abstand betrachtet war es ein schöner Abend und eine tolle Erfahrung. Zudem ein versöhnlicher Abschluss eines anstrengenden Tages. Bleibt abzuwarten was meinem größten Kindskopf als nächstes einfällt…

Halbblind in den Kindergarten

Aus der Kategorie “passiert nur bei uns”. Unser kleiner BamBam hatte seine Brille am Trampolin zerstört. Ich schreibe bewusst AM und nicht IM Trampolin.  Er meinte, seinen Kopf am Rand durch die Federn schieben zu müssen. Mit der Brille auf der Nase. Überraschenderweise hielt das Plastikgestell das nicht aus. Natürlich steckte sein Kopf ebenfalls fest und alle Kinder brüllten: “ Mama, BamBam steckt im Trampolin fest.” Und er steckte tatsächlich fest. Es war auch gar nicht so einfach, ihn da wieder rauszuholen. 

Bei dem zuvor beschriebenen Zahnarztbesuch erhielten wir endlich den Ersatz für diese Brille. Keine zwei Wochen später waren wir morgens mal wieder sehr in Eile. Einer der pubertierenden Monster hatte es tatsächlich geschafft, den Morgen entspannt anzugehen um 2 Minuten, bevor er zum Bus musste, zu merken, dass sein Schulranzen nicht da war. Überraschenderweise hat er ihn auch nicht direkt gefunden und damit war der Bus weg. Wie man sich denken kann, nicht zum ersten Mal und wahrscheinlich auch nicht zum letzten Mal. Ich musste also alle Zwerge fertig machen und schnell ins Auto packen, um ihn zur Schule zu fahren. Traditionell lasse ich den Schuldigen aber erstmal als Strafe alle ungeliebten Hausarbeiten (Windel rausbringen, Spülmaschine ein- und ausräumen etc.) erledigen, während ich die Kleinen fertig mache. Prinzipiell haben die Kinder kein Problem damit, zu spät zur Schule zu kommen aber das Helfen zu Hause treibt sie zur Weißglut. Die kleinen Hebel einer Mutter. Ich machte also die Kleinen fertig, schob alle die Haustür hinaus, setzte sie ins Auto.

Der Stress ergriff nun auch mich. Ich hatte zu allem Überfluss auch noch meinen Geldbeutel im Haus vergessen. Die Kinder waren also für ca. 1 Minute alleine im Auto. Wir fuhren schnell zum Kindergarten, luden zwei der Zwerge aus (der älteste Kindergarten-Zwerg musste natürlich am Morgen noch zum Kinderarzt) und gleich anschließend ging es weiter zur Schule. Das pubertierende Monster stieg mürrisch mit den Worten: „Jetzt komme ich mitten in der Stunde an, hättest ja bis zur Pause warten können.” aus dem Auto und trollte sich davon. Kinder – sie geben so viel zurück…

Nun war ich endgültig zu spät beim Kinderarzt. Gehetzt fuhr ich ins Parkhaus und öffnete die hintere Schiebetür, um den Patienten aus dem Auto zu lassen. Plötzlich klirrte etwas neben mir unter dem Auto. Ich blickte nach unten und sah ein Brillenglas. Völlig verwirrt suchte ich die Brille, aber ich fand nichts. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit und des Termins vertagte ich die Suche auf später. Die gesamte Wartezeit beim Kinderarztverbrachte ich damit, zu überlegen, ob ich unseren BamBam eventuell ohne Brille im Kindergarten abgegeben habe. Zuhause hatte ich sie ihm angezogen, das wusste ich. Nach dem Termin durchsuchte ich erneut erfolglos das Auto. Die Brille war nicht da, nur das eine Brillenglas, das aus dem Auto gefallen war.

Irgendwann rief ich im Kindergarten an. Zum Glück hatte ich direkt BamBams Erzieherin am Telefon. Sie reagierte leicht verwirrt, als ich sie fragte, ob er denn seine Brille tragen würde. Sie bejahte. Vollends irritiert war sie aber, als ich fragte, wie viele Gläser er denn in seiner Brille hätte. Nun hörte ich sie quer über den Spielplatz rufen :” BamBam komm mal her.” Sie kontrollierte die Brille und meinte dann: “Sie haben recht, er hat nur ein Glas in der Brille.”Irgendwie haben es die Kinder geschafft, innerhalb der besagten Minute im Auto die Brille komplett zu zerstören.

Als ich die Kinder mittags abgeholt habe, sah ich, dass das Kunststoff-Gestell erneut eingerissen war. Somit war klar, warum das Glas einfach so herausfallen konnte. Natürlich hat auch keiner der Kinder irgendwas gesagt, als ich morgens wieder ins Auto gestiegen war. Die Meute hat dicht gehalten. Und unser BamBam dachte sich offenbar, dass ein erneuter Ärger für seine defekte Brille nicht in seinen Tagesplan passte und zog es vor, ebenfalls zu schweigen. Falls ein Brillenhersteller noch Testpersonen für Kinder-Gestelle sucht, BamBam ist dabei. Hilfe! Sowas gibt es nur bei uns.

Ohne Brille zum Zahnarzt

Zwei im Kindergarten, einer beim Optiker und sieben beim Zahnarzt. Soviel vorab, es wurde ein unvergesslicher Tag. Normalerweise nehme ich nicht mehr als fünf Kinder mit zum Zahnarzt, aus guten Gründen. Diesmal ließ ich mich überreden, sieben auf einen Streich mitzunehmen. Es ging ja “nur” um eine professionelle Zahnreinigung. Genau zu dieser Zeit begab es sich, dass unser vier Jahre alter Teufel gleich zwei Brillen unbrauchbar machte. Eine durch Pech und eine im Trampolin mit Ansage. Also auf zu Fielmann. Ich weiß immer noch nicht, was mich dazu brachte, beides auf den gleichen Tag zu legen. Na gut, mein Mann war dabei, was sollte schon passieren.

Gleich morgens ging es rund, der Zahnarzt wartete um neun Uhr auf uns. Also schnell die Kleinen in den Kindergarten bringen. “Wieso müssen wir gehen und die anderen nicht“, startete das Gemaule. “Weil sie Ferien haben”. “Wir wollen auch Ferien”, ging es munter weiter. Unsere Älteren dachten erst gar nicht daran zu helfen. Ganz im Gegenteil, sie lagen bis Ultimo in ihren Betten. Nachdem ich die Kleinen bereits um acht Uhr im Kindergarten hatte, bekam ich dort Nachfolgendes zu hören: “Was machen sie denn schon hier?”. Stimmt, normalerweise nie vor neun. Zu allem Überfluss hatte ich vergessen zu definieren, wer denn den Linienbus nehmen sollte, denn es passten nicht alle ins Auto. Riesige Diskussionen waren die Folge. Nachdem auch das geklärt war, ging es los. Absolut ungewöhnlich für mich waren wir um neun Uhr in der Praxis. Dort ging der Zirkus munter weiter. Wer bekam welches Buch, wer durfte an den beiden Tablets spielen, wer durfte als Erster behandelt werden und so weiter. Die Diskussionsthemen nahmen kein Ende. Zudem saß mein Mann bei allen Behandlungen dabei und heizte die Stimmung an.

Er regt sich schon immer über die mangelnde Zahnhygiene auf. Teil der Reinigung ist das Einfärben der Zähne, um darüber den Verschmutzungsgrad in Prozent zu bestimmen. Und genau um diesen ging es meinem Mann. Er hatte Bares für die Top Vier ausgelotet und Medienverbot für die Flop Drei. Die Kinder kannten das schon, alle waren in heller Aufregung. Einige putzen sich an diesem Morgen gleich mehrfach die Zähne, um möglichst viele frische Verschmutzungen zu entfernen, um somit Ihren Prozentsatz zu verringern. Für ältere Beläge half das natürlich nichts.

Unser Zwillingsjunge mit seinen acht Jahren war als erster dran und haute gleich mal einen raus: 92% Verschmutzungsgrad. Alle anderen waren erleichtert, der war schon mal kein Kandidat für die Top Vier. Mit Hohn und Spott hielten sich die Geschwister noch zurück, schließlich stand die eigene Behandlung ja noch aus. Nun kam seine Zwillingsschwester an die Reihe. 36%, das war ein vergleichsweise guter Wert. Unruhe machte sich breit, das war eine ernst zu nehmende Konkurrenz. Klar, was sich der Zwillingsbruder jetzt anhören durfte. Nun war der Dreizehnjährige an der Reihe, bekannt für seine lausige Zahnpflege. Natürlich wurde er seinem Ruf gerecht und legte mit 78% den nächsten Katastrophenwert hin. Ziemlich sicher der nächste in den Flop Drei. Große Erleichterung bei den anderen. Nun kam die Fünfzehnjährige an die Reihe, bekannt für gute Zahnpflege. 35%, das reichte aktuell für den ersten Platz und somit 40 Euro.

Mein Mann hatte Preisgelder ausgelobt, 30€ für den Zweitbesten, 20€ für Platz drei und 10€ für Platz vier. Werte über 40% wurden erst gar nicht honoriert, wofür auch. Jetzt wurde es also richtig spannend. Der Älteste mit der größten Klappe war siegessicher und nahm auf dem Behandlungsstuhl Platz. Mein Mann zog ihn damit auf, dass seine Schwester 15% hatte, was bekanntlich frei erfunden war. Ihm wurde jetzt heiß und kalt. Die 40 Kröten hatte er in Gedanken bereits fest eingeplant. Letztes Jahr hatte er 17% erreicht und wurde von mir mit 14% besiegt. Dieses Trauma hatte er noch nicht überwunden. Es wurde richtig spannend. Nun bekam er seinen Wert: 29%. Er wechselte die Gesichtsfarbe, bis er verstand, dass Papa ihn hinters Licht geführt hatte. Jetzt war der Jubel grenzenlos. “Die Kohle gehört mir“, brüllte er durch die Praxis. Dort geht es normalerweise sehr gesittet zu, wenn wir nicht gerade zu Besuch sind. Aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Seine älteste Schwester war nun an der Reihe und nahm Platz. Die Spannung war nun mit Händen zu greifen.

Unser Vierjähriger jedoch sorgte für einen Spannungsabfall. Dieser musste auch warten, aber auf seinen Optiker Termin. Ihm war jetzt langweilig, er wollte auch nicht mehr warten und brüllte sogleich die ganze Praxis zusammen. Also bat ich meinen Mann nun doch mit seinem brüllenden Engelchen zu Fielmann zu gehen. Der jedoch weigerte sich, weil es doch gerade so spannend wäre. Jetzt wurde es mir zu bunt und schmiss die beiden aus der Praxis Richtung Optiker. Der kleine Mistkerl hörte sofort auf zu brüllen, als er seinen geliebten Papa sah. Jetzt wurde es ruhiger, aber die WhatsApp Familiengruppe lief stattdessen heiß. Mein Mann wollte die neuesten Werte wissen. Glücklicherweise startete die Beratung bei Fielmann und es wurde ruhiger. Doch schnell war dort geklärt, wie zu verfahren sei. Eine neue Brille wurde für den kleinen Mann bestellt, aus den anderen beiden Defekten wurde eine neue Brille hergestellt. Das ging fix. Genau deswegen gehen wir so gerne zu Fielmann. Eines der ganz wenigen Unternehmen, die auch halten, was sie versprechen. Jetzt saß mein Mann dort und wartete auf mich, denn auch ich hatte jetzt einen Termin dort. Somit fragte er mich jetzt gefühlt alle zwei Minuten, wo ich denn bleiben würde und natürlich nach den neuesten Verschmutzungswerten. Diese waren jetzt auch verfügbar. Unser Zwölfjähriger schoß den Vogel mit souveränen 97% ab. Unfassbar. Quittung kam prompt mit einem Folgetermin zur Füllung. Erleichterung aller Orten, weniger Konkurrenz.

Zum Schluss kam unsere 16jährige Tochter dran. Bei ihrer Reinigung war ich dabei. Der arme Zahnarzt wurde durchgehend angefleht, bitte gnädig zu sein, da sie ansonsten auf ihre Endgeräte verzichten müsste und dass er dann Schuld an ihrem Unglück wäre. Sie ist ein Phänomen. Überschaubare Zahnpflege, aber meistens verhältnismäßig gute Werte. So auch diesmal: 33% und damit überraschenderweise Platz 2. Das Endergebnis wurde direkt vom Ältesten mit wenig schmeichelhaften Kommentaren in die Familiengruppe gestellt. Die Top 4 waren glücklich und zufrieden, ich war einigermaßen bedient. Am glücklichsten war sicherlich das Zahnarztteam, als wir wieder gingen. Über das anschließende Essen beim Inder muss ich nochmal separat schreiben. War auch ein Erlebnis für alle Beteiligten. 

Roland Kaiser und der HSV

Manchmal frage ich mich, was die vielen Angestellten in einer Verwaltung den ganzen Tag so machen. Wenn zum Beispiel in Hamburg irgendjemand in seinem/Ihrem Büro sitzt und sich überlegt, dass es vielleicht ganz lustig werden könnte, drei Großveranstaltungen an einem Wochenende parallel stattfinden zu lassen. Zwei davon an einem Abend, direkt nebeneinander, mit absolut unterschiedlichen Fangruppen. Ich finde das schon erstaunlich. Die Auswirkungen dieser innovativen Idee waren sehr vielfältig.

Das Hafenfest, ein HSV-Heimspiel, mit der Aussicht auf den sehnsüchtig erhofften Wiederaufstieg in die erste Bundesliga und noch ein Roland Kaiser Konzert waren selbst für eine Großstadt wie Hamburg vielleicht ein bisschen zu viel. Für alle, die sich nicht genau mit den örtlichen Gegebenheiten auskennen: Das Volkspark-Stadion (HSV) und die Barclays-Arena (Roland Kaiser) liegen direkt nebeneinander. Also wirklich direkt nebeneinander. Deshalb erfolgt die Anfahrt auch über die gleichen Wege/öffentlichen Verkehrsmittel. Das Ergebnis: Völlig überfüllte S-Bahnen und Busse. Das alleine ist schon nicht sonderlich prickelnd. Die Kombination aus bereits deutlich angeheiterten Fußballfans in kompletter Fankleidung auf der einen Seite und Fans in Roland Kaiser Montur und Piccolo-Fläschchen in der Hand auf der anderen Seite war doch schon sehr speziell.

Als wäre diese Mischung noch nicht schlimm genug, kommt noch mein Mann dazu. Als ewiger FCK Fan sind ihm die Phasen großer Tristesse bestens bekannt und er kann somit mit den HSV-Fans mitfühlen. Zum anderen hat er die unangenehme Eigenschaft in voll besetzten Züge immer wieder Roland Kaiser-Hits anzustimmen. Natürlich war er mit den HSVlern schnell im Gespräch und die Fachsimpelei begann. Nur leider drückten sich noch einige angeheiterte Damen in Roland-Outfits in die S-Bahn. Jetzt gab es kein Halten mehr. “Manchmal möchte ich schon mit dir diesen unerlaubten Weg zu Ende gehen“, stimmte er an. Die angespannte Stimmung im Zug löste sich. Erstaunte Blicke überall. Mein Mann hat Nerven. Er legte lautstark nach. “Manchmal möchte ich so gern mit dir Hand in Hand ganz nah an einem Abgrund stehen, wenn ich dich so seh, vor mir seh”. Es kam was kommen musste, die Ladies stimmten mit ein und nicht nur die. Offenbar waren doch einige Kaiser Fans im Zug. Fassungslosigkeit bei den HSV-Fans. Sie konterten mit “HSV HSV” Gesängen, jedoch nicht allzu lange. Mein Mann war jetzt auf Betriebstemperatur. “Weil du mich liebst ist der Tag wieder Leben für mich. Weil du mich brauchst, ist die Nacht wieder lieben für mich. Was du mir gibst, hab ich niemals zu träumen gewagt. Du hast in mir ein erloschenes Feuer entfacht”. In den Refrain stimmten jetzt erschreckend viele mit ein. “Dich zu lieben, dich berühren. Mein Verlangen dich zu spüren. Deine Wärme, deine Nähe weckt die Sehnsucht in mir auf ein Leben mit dir”. 

Klassische Lagerbildung, Autogrammwünsche und Ekstase im Kaiserlager, entsetzte HSV Ultras auf der anderen Seite. Wie auch immer, die Stimmung war jetzt top, von Anspannung keine Spur mehr. Die ersten wollten nun die Karten und Fanartikel tauschen, natürlich nicht ganz ernst gemeint. Die HSV Fans direkt neben uns sprachen sich dafür aus, dass es zukünftig nur noch Heimspiele mit gleichzeitigen Roland Kaiser Konzerten geben sollte. Eine etwas ältere Dame hatte doch tatsächlich eine JBL-Box dabei und so konnte das gesamte Zugabteil (soweit möglich aufgrund des Platzmangels) mitschunkeln. Mit “Warum hast du nicht nein gesagt?” ging es weiter. Wie sage ich bereits seit Jahren? Man kann meinen Mann nirgends mit hinnehmen!

Am Stadion angekommen waren auffällig viele Männer in HSV-Montur bei uns im Roland Kaiser-Konzert. Im Scherz sagte ich zu meinem Mann, dass diese Herren bestimmt von ihren Frauen erzählt bekommen haben, dass sie zum Spiel gehen und mussten dann doch mit auf die rechte Seite in die Barclays-Arena. Die Idee fand ich ganz witzig. Bis ich mich irgendwann mit zwei Herren unterhalten habe, die sehnsüchtig auf das Volkspark-Stadion schauten. Ihnen war genau das passiert. Ihre Frauen haben sie unter dem HSV-Vorwand zu Roland Kaiser geschleppt.  Einer meinte: “Ist eigentlich ein Scheidungsgrund”.

Wie auch immer, der Abend mit Roland war, wie immer, toll und der HSV ist wieder aufgestiegen. Zum Glück, aus mehreren Gründen.  Erstens gehört der HSV, genau wie der FCK, aufgrund seiner Geschichte und seiner Fan-Macht in die erste Bundesliga und zweitens möchte ich nicht darüber nachdenken, was passiert wäre wenn sie verloren hätten…Herzlichen Glückwunsch HSV! Wir freuen uns mit Euch und danke für die unvergessliche S-Bahnfahrt.

Mein Mann macht sich „nützlich“

Die Frage ist doch, will man das? Ich habe entschieden, nein, auf gar keinen Fall. Mein Göttergatten kann, wenn er will. Egal ob kochen, backen, waschen, bügeln. Kann er alles, sogar erstaunlich gut. Hat auch gute Seiten bei der Oma aufzuwachsen. Aber: Er fokussiert sich nicht auf das, was gerade wichtig ist.

Beispiel: Er hat Urlaub, es ist 10.00 Uhr und es überkommt ihn, irgendwas zu machen. Ich gehe einkaufen und lasse ihn Zuhause. Ein großer Fehler, wie sich schnell herausstellt. Wenn er dann kocht, geht erstmal das Gemaule los, was in der Küche alles fehlt und wie es in den Schränken aussieht. Also fängt er an, mir eine Einkaufsliste zu schreiben. Mir soll das sagen, ich würde ja gerne, aber es fehlt an allem. Somit fängt er an, die Schränke und Schubladen auszutauschen. Mag gut gemeint sein, aber die Uhr tickt. Ich komme mit den Einkäufen nach Hause und die Bude steht Kopf. Es sieht aus wie auf einem Schlachtfeld. Überall Töpfe, Pfannen, Besteck, eben alles, was vorher in den Schränken war. Ich habe jetzt noch knapp eine Stunde, um alles einzuräumen, Ordnung zu schaffen und zu kochen. Ich könnte ihn gerade auf den Mond schießen.

Als nächstes räumt er das Auto aus. Auch das klingt erstmal gut, aber: Er probiert was ihm gefällt und ist damit satt, bevor es Essen gibt. Schlimmer als ein Kleinkind. Dazu kann ich mir anhören, wie viel er doch heute im Haushalt geholfen hat und dass er dafür abends noch eine Belohnung erwartet. Jetzt denkt man, dass es sich um einen Scherz handelt, nein, so ist er mein Göttergatte. 

Geht es noch schlimmer? Selbstverständlich! Vorausgesetzt, alles ist sauber und der Kühlschrank nach seinen Vorstellungen gefüllt, fängt er an zu kochen. Niemals nach Rezept, eher vergleichbar mit einem freischaffenden Künstler. Gemüsepfanne mit einer durchaus pikanten Note und diversen Zutaten, die die Kinder nicht mögen. Pilze, Bohnen, Peperoni, um nur einige Zutaten zu nennen. Was ist die Konsequenz daraus? Riesentheater, weil die Kinder es nicht essen wollen. Welche Überraschung. Mein Mann ist diesbezüglich tiefenentspannt. Er setzt es den Kindern so lange vor, bis alles aufgegessen wurde. Das kann dauern. Nicht falsch verstehen, das Essen ist schon wirklich lecker. Nur leider nicht kindgerecht. Jedwede Kritik daran fasst der Chefkoch als persönliche Beleidigung auf. Das ist einer der Gründe, warum ich nach Geburten schnellstmöglich wieder nach Hause kommen muss. “Mama, wann kommst du wieder nach Hause? Der Papa kocht”… 

Update: Mittlerweile hat er seine Strategie geändert und bindet die Kinder beim Kochen mit ein, bei Eintöpfen beispielsweise. Die Zwerge dürfen dann alles kleinschneiden und auch beim Abschmecken behilflich sein. In der Tat hilft es, die Akzeptanz seiner Gerichte zu steigern. Allerdings nicht bei allen und nur bis zu einem gewissen Grad. 

Solche Tage gehen ja noch, manchmal wäscht er auch. Kann man da etwas falsch machen? Klar geht das. Zuerst lässt er die Kinder Wäsche im Haus zusammensuchen. Mit Vorliebe auch Kuscheltiere und alles, was irgendwo unter Regalen rumfliegt. So wäscht er dann im Hochsommer zum Beispiel Handschuhe und Schals. Die Kapazitäten unserer Wäscheständer sind begrenzt und dann sowas. Die Dinge, die dringend gewaschen werden müssen, liegen dann noch rum. Ich könnte wahnsinnig werden. 

Spülmaschine einräumen. Kann man diesbezüglich etwas anrichten? Aber natürlich! Die Spülmaschine läuft mindestens 3x täglich und es ist klar, womit sie eingeräumt wird. Geschirr und Besteck nach dem Frühstück, Kochutensilien und “Mittagessen”, plus alles, was abends anfällt.Mein Mann räumt die Maschine mit Vorliebe ein. Allerdings ist der Inhalt anders als üblich. Es befinden sich genau drei Dinge darin, zum Beispiel die Einfüllkammern unserer Waschmaschinen. Ich werde noch verrückt. Dann läuft die Maschine mindestens zwei Stunden und die Zeit fehlt mir dann im weiteren Tagesprogramm. Fazit: Männer raus aus der Küche, weg von der Waschmaschine und besonders weit weg vom Herd. Zumindest in meinem Haushalt 

Ich kriege Puls

Es gibt so ein paar Dinge, die mich wirklich nerven. Nicht nur ärgern, sondern richtig nerven. Kindergarten-Nachrichten, morgens um 7 Uhr zum Beispiel. Mein Notbetreuung geschädigtes Nervenkostüm gerät direkt in Wallung, wenn ich diese Nachrichten aufpoppen sehe. Lustigerweise sind es meistens gar keine ‘schlechten Nachrichten’ (die kommen vorzugsweise erst dann, wenn man die Kinder fertig gemacht hat und gerade loslaufen möchte), sondern Erinnerungen an zukünftige Schließtage, Essenspläne etc.. Ich habe bereits mehrfach in unserer KiTa darum gebeten, solche Nachrichten doch bitte zu späteren Zeiten zu versenden. Umsonst… Meiner Meinung nach macht sich da irgendjemand einen Riesenspaß daraus, die Eltern morgens direkt mit einem Adrenalinschock in Stimmung zu bringen. 

Schulnachrichten, dass Unterricht entfällt (per se), speziell aber 5 Minuten nachdem die Kinder in den Bus (der sie zur Schule bringen soll) eingestiegen sind, gehören ebenfalls dazu. Schulnachrichten generell erhöhen mein Stresslevel enorm. Dabei ist es auch relativ egal, ob der Absender offiziell (Schule/Lehrer) oder privat (WhatsApp-Elterngruppen) ist. Selten, bis gar nie, habe ich bisher Nachrichten erhalten, die in irgendeiner Form positiv waren. Gerade wieder erlebt. Aufrufe für Lehrer-Weihnachtsgeschenke zum Beispiel. Erstens kann ich mich wirklich nicht daran erinnern, dass mir meine Mutter jemals Geld gegeben hätte, um Lehrern Geschenke zu kaufe. Zweitens frage ich mich ernsthaft, ob man den armen Lehrern damit wirklich einen Gefallen tut. Die 25. Tasse, irgendeinen Tee (den sie wahrscheinlich gar nicht mögen) oder sonstigen Trödel geschenkt zu bekommen. Dabei müssen sie auch noch glücklich aussehen, das stelle ich mir schwierig vor. Ich vermute, ein respektvolles Miteinander, das gesamte Jahr hindurch, würde den Lehrern mehr bedeuten und bringen.  

Freundebücher im Kindergarten stehen ganz weit oben auf meiner Horror-Liste. Für mich ein unfassbarer Blödsinn. Mit allem Respekt, wer denkt sich sowas aus und wer hat Zeit für sowas? Ich kann mich noch gut an die Poesiealben von früher erinnern. Diese Bücher, die man SELBST ausgefüllt hat, ohne irgendjemand damit zu belästigen. Heutzutage soll man tatsächlich für die 3jährigen, den zukünftigen Berufswunsch angeben (Investment-Banker, was sonst?), das Lieblingslied eintragen. Selbstverständlich sind keine Kinderlieder gemeint, da wird schon richtig aufgefahren, mit den neuesten Songs. BiBaButzemann war gestern. Die süßen Kleinen sollen doch bitte ein Bild malen (leider haben sie mein, nicht vorhandenes künstlerisches Talent geerbt) und man soll noch einen Fingerabdruck im Buch verewigen. Womit macht man bitte einen Fingerabdruck? Tinte? Eine offene Patrone, oder eine offenes Tintenglas? Das geht bei uns nicht lange gut. Zukünftig verweigere ich das, mit dem Hinweis auf Datenschutzbestimmungen. Generell lasse ich die Bücher mittlerweile so lange auf dem Platz der Kinder liegen, bis sie woanders landen. Sorry, da bin ich raus.

Eine meiner nervigsten und zugleich erschreckendsten Erfahrungen (in der Kommunikation mit anderen Eltern) durfte ich im vergangenen Jahr machen. Unsere beiden Ältesten machen in diesem Jahr ihren Abschluss und natürlich müssen sie eine Abschlussfahrt machen. Natürlich muss es eine Flugreise sein, darunter machen wir es nicht. Als fordernde Mutter unterbreitete ich, gegenüber der Eltersprecherin und der Klassenlehrerin, folgenden Vorschlag: die ‘Kinder’ sollten sich selbst einen Teil der Klassenfahrt erwirtschaften. Mein Plan sah vor, diverse Unternehmen in der Umgebung anzusprechen, nach möglichen Praktika/Hilfsjobs zu fragen und im Gegenzug Spenden zu erbitten. Da sehr viele der Mitschüler noch keine Idee haben, wo ihre berufliche Reise hingehen soll, hätte das Ganze zwei positive Aspekte gehabt. Erstens hätte ein ‘Reinschnuppern’ in Betriebe eventuell eine gewisse Erkenntnis gebracht und zweitens wäre Geld zusammen gekommen. Die Unternehmen, die über fehlende Auszubildende klagen, hätten außerdem eine Möglichkeit zur Präsentation ihres Hauses bekommen. Die Elternsprecherin und die Lehrerin waren begeistert. Ich erklärte mich dazu bereit, die entsprechenden Schreiben aufzusetzen und mit ersten Firmen in Kontakt zu treten. Meine einzige Bedingung war, dass die erwirtschafteten Gelder ausschließlich unter denjenigen aufgeteilt werden, die sich beteiligt haben. Gesagt, getan… 

Nachdem die Schreiben fertiggestellt waren, die ersten Firmen Interesse gezeigt haben und ich weitere Kontakte in Aussicht hatte, stellte ich eine Abfrage in die WhatsApp-Elterngrupe, wessen Kinder sich daran beteiligen würden. Zur Anmerkung, man hätte tatsächlich einen Teil seiner Freizeit (unter anderem von sechs Wochen Sommerferien) opfern müssen. Die Resonanz: Null. Auf die zweite Fristsetzung meinerseits kamen zwei Rückmeldungen, die lediglich darauf hinwiesen, dass die eigenen Kinder nur dann mitmachen würden, wenn ALLE aus der Klasse sich daran beteiligen würden.  Eine einzige Mutter rief mich daraufhin an und bedankte sich für meine Mühe und äußerte ihr Unverständnis über die restlichen Eltern. Das ist einer der Gründe, warum ich mich weigere, Elternabende oder sonstige Elternstammtische etc. zu besuchen. Ohne Worte…

Des Rätsels Lösung

Hier nun des Rätsels Lösung.

Warenbestand Schwedisch stokker und holme und damit der erste Hinweis auf Stockholm

AstraZeneca Firmensitz in Stockholm

Tunis oder Tirana Beides Partnerstädte von Stockholm 

Comics Neues Hobby von Robbie Williams 

Bridget Jones Im Soundtrack finden sich zwei Lieder von Robbie Williams

Der Adler ist gelandet Album The Ego Has Landed ist eine Anspielung auf den gleichnamigen Film

Farrell Ehemaliges Menswear Label von Robbie Williams 

Witzigste Person der Welt 1997 Robbie Williams 

Album Light Years Zusammenarbeit mit Robbie Williams (Kids, Loveboat)

XXV Album von Robbie Williams 

Affe Anspielung auf Robbies aktuellen Kinofilm

Blaubeersuppe Hinweis auf Schweden

Tätort Hinweis auf Stockholm 

RoRo Verkehr RoRo Terminal Stockholm

Kiesmoräne Hinweis auf Stockholm 

Das dauerte einige Zeit, bis ich die notwendigen Zusammenhänge hergestellt hatte. Das fantastische Ergebnis: Zwei Karten für das Robbie Williams Konzert im August in Stockholm. Ich freue mich wahnsinnig und es ist ähnlich wie bei den Geburten der Kinder.  Erst dauert es ewig und wenn ich denke, ich kann nicht mehr, ist es auch schon vorbei. Und wie sagte meine Mutter vor vielen, vielen Jahren zum Thema Geburten: “Das Gute ist, das Schlimme vergisst man ganz schnell.” Dem ist nichts hinzuzufügen, ich freue mich auf Robbie. 

Jetzt fragt man sich natürlich: “Warum legt mein Mann die Karten nicht einfach in einen Umschlag unter den Baum? Tja, das wäre nicht mein Mann und ausserdem langweilig. Mittlerweile habe ich mich an dieses Ritual gewöhnt. Eines muss ich ihm lassen, überraschen und schenken kann er.

Mein Weihnachtsgeschenk

Aufmerksame Leser wissen schon, was jetzt kommt. Schließlich wäre es das erste Weihnachtsfest mit einem normalen Geschenk gewesen. Nach unseren üblichen weihnachtlichen Ritualen kehrte spät abends Ruhe ein. Wie üblich ist dies die Zeit für mein Geschenk. Mein Mann möchte nicht beschenkt werden. Das ist auch gut so, denn ein passendes Geschenk für ihn zu finden ist schlichtweg unmöglich. Ich werde über meine Versuche in der Vergangenheit in separater Nachricht berichten. 

Jedenfalls fiel mir eine Karte im Weihnachtsbaum auf, die dort nicht hingehörte. Also schaute ich mir diese genauer an. “Mit dir möchte ich alt werden” stand dort geschrieben. “So ein süßer Engel” dachte ich mir. Aber dort stand noch mehr: “Aber du bist doch schon alt”, gefolgt von “Romantik ist so wichtig”. Meine anfängliche Begeisterung war verflogen. Auf der Rückseite stand geschrieben: “Herzlich Willkommen Liebes auf Deiner Weihnachtsreise 2024. Auf jeder Karte steht ein Begriff/Hinweis. Aus der Summe aller ergibt sich Dein Geschenk. Los geht’s mit “Warenbestand”. Den nächsten Hinweis findest Du im Schlafzimmer.” Was folgte war eine Odyssee quer durch Haus, Hof, Garten und Garage. Ohne Worte.

Nachdem ich sämtliche Karten mit allen Hinweisen vorliegen hatte, ging das Hinweispuzzle erst so richtig los. Aus den mir vorliegenden Informationen galt es ein Geschenk herauszufinden. Soviel vorab, leicht ist anders und ich saß eine gute Stunde daran. Wer mitraten möchte, bitteschön:

  • Warenbestand
  • AstraZeneca
  • Tunis oder Tirana
  • Comics
  • Bridget Jones
  • Der Adler ist gelandet
  • Farrell 
  • Witzigste Person der Welt
  • Album Light Years
  • XXV
  • Affe
  • Blaubeersuppe 
  • Tätort 
  • RoRo Verkehr
  • Kiesmoräne
  • Gustav … Wasas 

Was haben diese Begriffe gemeinsam? Welche Person ist gemeint? Oder vielleicht mehr als ein Ergebnis?

Schwierig, schwierig. Auflösung folgt.

Update zu Susi

In der Sivester-Nacht hatten mein Mann und ich, zu später Stunde, endlich Mal wieder Zeit, gemeinsam Fernsehen zu schauen. Obwohl, mein Mann ist so gegen 2 Uhr morgens eingeschlafen und ließ mich allein mit der Fernbedienung. Ich habe die blöde Angewohnheit, angefangene Filme bis zum Ende anzuschauen. Egal, ob ich sie jetzt super finde oder nicht. Alles wird bis zum Ende angesehen, könnte am Schluss ja noch gut werden. So war es auch in dieser Nacht. Ich weiß gar nicht mehr, um welchen Film es sich handelte, ist auch egal. Irgendwann kam eine Werbepause. Wie üblich um diese Zeit, läuft dann Schmuddelwerbung. Und wer taucht vor mir auf? Na klar, Susi natürlich. Es ist Susi.live und nicht Susi.com und die Susis sind definitiv nichts für Kinderaugen.

Susi

Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und ich habe letzte Woche einen interessanten Bericht im Deutschlandfunk gehört. Kleiner FunFact am Rande: Früher hörte einer meiner ehemaligen Lebenspartner ständig Deutschlandfunk im Auto und ich konnte nicht verstehen, wie man sich freiwillig so etwas anhören kann. Heute verzweifelt mein Mann, wenn er ins Auto einsteigt und prinzipiell Deutschlandfunk von mir eingestellt wurde. Heute fragt er sich was das soll? “Wirst auch nicht jünger Schatz” kommt dann gerne Mal. Wenn das Radio-Programn nicht aktiviert ist, sondern mein Handy via Android Auto verbunden ist, läuft prinzipiell “Das war der Tag“, natürlich von Deutschlandfunk auf Spotify. Kurzum, ich bin mittlerweile süchtig danach. Was nun wiederum für meinen Mann gar nicht nachvollziehbar ist. Mir geht es übrigens ganz ähnlich, wenn ich im Auto SWR4 eingestellt vorfinde.

Wie auch immer, in diesem Bericht stellte ein Schriftsteller sein neues Buch “Not to do” Liste vor. Kurzfassung: Es ist viel sinnvoller/zielführender eine Liste zu erstellen mit Dingen, die man besser lassen sollte. Klingt eigentlich logisch. Deshalb habe ich mir darüber Gedanken gemacht und hier ist ein erster Punkt für (unsere) “Not to do“ Liste für das kommende Jahr/die Zukunft.

Ganz wichtig und gerade aktuell herausgefunden: Keine Kinderfilme nachts in der Wiederholung aufnehmen. Zum Hintergrund: Unser Achtjähriger sprach mich am vergangenen Wochenende auffällig häufig auf “Susi” an. “Mama, kennst Du Susi? Oder hast Du mit Papa schon mal über Susi gesprochen?” Verwirrung meinerseits… Seine Zwillingsschwester sprang ihm direkt zur Seite und meinte: “Das ist so…ach, ich kann das nicht erklären…”. Im gleichen Moment brüllte einer von den Kleinen und das Thema war erstmal erledigt.  

Kurze Zeit später kam unser Achtjähriger wieder und startete einen neuen Versuch: “Hast Du Susi schon mal gesehen?“ Ich erklärte ihm, dass ich keine Ahnung habe, wovon er sprach. Er daraufhin etwas konkreter: “ Susi.com, kennst Du das?”. Jetzt klingelte es langsam bei mir. Ich fragte ihn ganz unschuldig, ob das irgendwas mit Frauen wäre. Er, wie aus der Pistole geschossen: „Woher weißt Du das?” Meine nächste Frage war, wo er das denn gesehen habe? Er: “Bei Papa”. Bevor ich mein Handy zücken konnte, um meinem Mann eine böse Nachricht zu schicken, schob er schnell hinterher: “Bei einer Aufnahme”. Jetzt war ich endgültig verwirrt. Und schnell kam die, nicht ganz unwichtige, Info “Bei Asterix und Obelix” hinterher. 

Hier nun die Aufklärung: Mein Göttergatte hatte den Asterix-Film für die Kinder im Nachtprogramm aufgenommen, weil Tags zuvor um 20:15 Uhr bereits ein anderer Kinderfilm aufzunehmen war. Überraschenderweise läuft im Nachtprogramm (auch bei Kinderfilmen) eben klassische Nachtprogramm-Werbung in den Werbepausen. Unter anderem offensichtlich Werbung für “Susi.com”. Die Kinder durften den Film blöderweise alleine ansehen und waren doch etwas erstaunt über die Inhalte der Werbung. Sehen wir es positiv: Die Aufklärung können wir uns sparen, zumindest visuell sind sie fit. “Susi” hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 

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